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EDAM 9050 Modul – „Unable to update Network settings!“

Ein seit vielen Jahren mit ADAM 6051 Modulen laufendes MDE/BDE Projekt für das ich extra eine in C/C+ programmierte Sofware geschrieben habe bekommt immer mehr Probleme mit der Hardware – eben den genannten ADAM 6051 Modulen.

In der CT Zeitschrift bin ich über eine Anzeige der Firma Acceed auf das EDAM 9050 Modul gestoßen, welches PIN Kompatibel und auch von der Software fast identisch aufgebaut ist. An manchen stellen kommt uns das EDAM 9050 sogar entgegen – die Kommunikation war in kurzer Zeit komplett auf PHP umgestellt und funktioniert sehr gut.

Dass das EDAM 9050 Modul bei Stromverlust auch den letzten Stand der Zähler verliert und eben diese erst gestartet werden müssen bevor sie zu zählen beginnen, ist zwar nicht ideal konnte aber per Software Design Änderung leicht gelöst werden.

Ein Fehler der sowohl mich als auch den Support ein wenig beschäftigt hat war folgender, das EDAM 9050 Modul konnte von mir zwar via E9KUtility kontaktiert und z.B. die einzelnen IO’s eingestellt werden. Die Netzwerkeinstellungen konnten allerdings nicht verändert werden!

Default IP Adresse des EDAM Moduls ist 10.0.0.1 – ein simples Ändern der IP Adresse auf 10.0.0.3 scheiterte bereits mit der Fehlermeldung „Unable to update Network settings!“.

Support und Hersteller etwas ratlos, ich auch – also erst mal alles was irgendwie in Frage kommt austauschen und testen.

  • Netzwerkkabel getauscht (von Crossover zu geswitcht)
  • Netzwerkkarte getauscht
  • PC getauscht
  • Betriebssystem getauscht (W7 zu W10)
  • Firewall deaktiviert
  • Virenscanner deinstalliert

Mit null Erfolg, der Fehler trat permanent auf…

Die Ursache und somit auch Lösung des Problems war dass der PC zwei Netzwerkkarten verbaut hat, sobald eine zweite Netzwerkkarte aktiv ist kommt die Software durcheinander und kann das EDAM Modul nicht mehr korrekt programmieren!

Nachdem ich die für diesen Zweck nicht benötigte Netzwerkkarte deaktiviert habe, konnte ich ohne Probleme die Netzwerkeinstellungen vom EDAM 9050 Modul verändern!

Jetzt bin ich gespannt wie der Hersteller darauf reagiert und ob es ein neues Software Release geben wird das auch mit mehreren Netzwerkkarten umgehen kann… 🙂

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Hardware

Linux und der Datalogic Gryphon GFS 4400 USB

Der Datalogic Gryphon GFS 4400 ist ein recht universeller Barcode Scanner der sich wunderbar in Produktionsanlagen verbauen lässt. Ich steuere ihn mit einem Linux Rechner und binde ihn nicht über die USB-Keyboard Schnittstelle an, sondern nutze die USV-COM Variante.

Per Default wird der Scanner laut Handbuch mit folgenden Einstellungen ausgeliefert:

RS-232: 9600,8,N,1,no handshaking,ACK/NAK disabled

Hier kommt die erste Hürde, das Datenblatt muss nach „stty“ übersetzt werden 🙂

Sobald der Scanner am System angeschlossen ist und auf USB-COM umgeschaltet wurde sieht man folgende Anzeige im Syslog:

Jul 18 15:25:33 e002110 kernel: [322458.030720] usb 1-9: new full-speed USB device number 37 using xhci_hcd
Jul 18 15:25:33 e002110 kernel: [322458.180222] usb 1-9: New USB device found, idVendor=05f9, idProduct=4204
Jul 18 15:25:33 e002110 kernel: [322458.180228] usb 1-9: New USB device strings: Mfr=1, Product=2, SerialNumber=3
Jul 18 15:25:33 e002110 kernel: [322458.180232] usb 1-9: Product: Handheld Barcode Scanner
Jul 18 15:25:33 e002110 kernel: [322458.180236] usb 1-9: Manufacturer: Datalogic ADC, Inc.
Jul 18 15:25:33 e002110 kernel: [322458.180240] usb 1-9: SerialNumber: S/N G17AB1226
Jul 18 15:25:33 e002110 kernel: [322458.181927] cdc_acm 1-9:1.0: ttyACM0: USB ACM device

Der Scanner läuft also auf der Schnittstelle /dev/ttyACM0.

Mittels stty können jetzt die Kommunikationsparameter wie oben erwähnt eingestellt werden:

stty 9600 cs8 -cstopb -parenb ocrnl icrnl -F /dev/ttyACM0

Ein weiteres Problem das ich beim Einrichten hatte war dass der Scanner bei GS1-128 Barcodes den GS1 Code mit schickt – z.B. als Zeichen „+C1“ vor dem Barcode, das kann man abschalten indem man diese drei Barcodes scannt:

Wenn man jetzt via Bash Script die eingescannten Barcodes verarbeiten will, dann klappt das mit folgendem Befehl wunderbar:

head -n1 /dev/ttyACM0

In eine kleine „while“-Schleife verpackt und schon wird jeder eingelesene Barcode nach Wunsch verarbeitet.

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Cebit Hardware

Technik die unter die Haut geht

Gestern traf ich am Messestand der Firma Digiwell auf Alexej von Lackey.eu der sich spontan dazu entschloss zwei RFID/NFC Implantate setzen zu lassen.

Solche Momente sollte man für die Ewigkeit festhalten. Dürfte einen – ähnlich einem Tattoo – länger begleiten. 🙂


Das Implantat ist überschaubar groß und stört nach kurzer Eingewöhnungsphase wohl nicht mehr.

Deutlich respekteinflößender scheint mir hier das Werkzeug zum Einsetzen! Die ganze Prozedur dauert nicht lange und dürfte nur für jene die unter Trypanophobie (Spritzenangst) leiden ein Problem darstellen.

Für Alexej hat der ganze Spass gleich einen praktischen Nutzen, bei lackey.eu können die Türschlösser via NFC geöffnet werden. Ideal also um das eigene Produkt zu präsentieren!

Gegen Ende des Jahres wird es via Crowdfunding finanziert auf den Markt kommen – für ca. 130 Euro gibt es dann das zweiteilige Set zum Öffnen der Eingangstür von Mehrparteienhäusern und der eigenen Wohnung. Dank Blockchain sicher umgesetzt.

Ich bin gespannt wie sich beide Projekte entwickeln, lackey und das Upgrade mittels Implantaten! 🙂

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Cebit Hardware

19 Zoll Patchbox

Das kennt eigentlich jeder Admin, am Anfang sieht der Serverschrank noch perfekt aus – nach den ersten Installationsorgien kommt dann Spaghetti-Salat raus…

Bei Rittal als neu und noch im Prototypen Stadium vorgestellt, bin ich heute am Österreich Stand in Halle 11 auf ein fertiges bereits lieferbares Produkt gestoßen – die Patchbox der gleichnamigen Firma.
Deren Kabel sind mit bis zu 1,3 Meter Ausziehlänge ein ganzes Stück anwenderfreundlich.

Der Preis liegt in etwa gleich auf, aktuell gibt es einen 25%igen CeBIT Rabatt.

Und nach dem Einbau sieht der Schrank dann wie folgt aus:

Hat schon was… 🙂

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Cebit Hardware

Kabelmanagement im Serverschrank – was Neues von Rittal

Beim Gang über den Rittal Messestand kann man sich anschauen wie im Idealfall ein Serverraum ausschauen kann – leider entfernt sich die Realität meist recht schnell von diesem ideal!

Meist verhindert der Mangel an Zeit und wachsende Strukturen und ständiges Umpatchen dieses schöne Bild aufrecht zu erhalten.

Eine neue Lösung von Rittal könnte da ein wenig weiterhelfen, der Network Cabel Organizer – eine 1HE Box mit 24 integrierten Patchkabel die sich an beiden Enden bis zu 80 cm ausziehen lassen (RJ45, LC/LC und LC/SC Stecker möglich).

Die einzelnen Module kann man einfach herausziehen und austauschen. Eine voll bestückte Einheit kostet ca. 450 Euro.

Schön und aufgeräumt schaut es auf jeden Fall aus, wirklich auszahlen tut es sich wohl nur wenn sehr oft gepatcht wird. Im Vergleich liegt der Preis von 24 2m Patchkabeln bei etwa 75 bis 100 Euro. Man muss also schon die gewonnene Arbeitszeit mit ein rechnen. Laut Rittal ist man damit bis zu 8-mal schneller – also für Vielpatcher eventuell interessant.

Zu den gestern vorgestellten Serverschränken hier noch ein paar Bilder zum Vergleich einer von Rittal – die Verarbeitung würde ich jetzt mal sagen ist deutlich besser…

Integrierte Feuerlöschanlage als Master/Slave System und als weitere Besonderheit die an der Vorderseite vertikal montierte Einheit neben dem 19″ Teil, quasi 3 zusätzliche Höheneinheiten.

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Cebit Hardware

RZ Container und Datacenter Lösungen

Von der Delta Group kommt aus Schweden der nach eigenen Angaben günstigste Server container auf dem Markt – wobei mir niemand wirklich einen Preis neben wollte/konnte – was verständlich ist weil die Dinger ja sehr variabel bestückt werden können.

Auf der CeBIT werden in Halle 12 eine Racklösung mit integrierter Kühlung, PDU, USV und Managementlösung sowie eine etwas größere Container Variante vorgestellt.

Den Container gibt es mit integriertem Diesel Aggregat und Novec Löschanlage. Gefertigt in Schweden, ca. 10 Wochen Bauzeit, Umgebungstemperatur von -40 bis +55 Grad C, ca. 25 Jahre Lebenszeit des Containers, standard Container Größen (der gezeigte hat 45 Fuß Länge), uvm.

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Cebit Hardware

Canovate Serverrack als „all inkl“ Lösung

Wer auf engem Raum ein Serverrack inkl. Kühlung, USV, Brandschutz/Löschanlage und PDU aufstellen möchte, der sollte sich die Produkte der Firma Canovate mal anschauen.

Das Canbreeze micro Datacenter bietet eine schön integrierte all in one Lösung, bei der mit einer Kühleinheit bis zu drei Racks versorgt werden können.

Ein Schrankmodul dürfte in etwa bei 12.000 Euro liegen, mit zwei angebauten Racks kann man um die 16.000 Euro Rechnen.

Die etwas kleinere Lösung Micro Data Center ist für kleine Umgebungen gedacht, wo keine externe Kühleinheit montiert werden kann.

Verglichen mit anderen Lösungen eine durchaus interessante Variante. Ähnliche gibt es auch von der Delta Group, dazu später mehr…

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Cebit Hardware

Turris Omnia – Opensource Router auf OpenWRT Basis

Aus Tschechien kommt ein recht interessanter Router auf OpenWRT Basis – der Turris Omnia.

2 und 5 GHz WLAN kombiniert mit LTE Modem und Gigabit via SFP oder RJ45, so kann man die groben Eckdaten zusammen fassen – der Ethernet Teil verteilt sich auf 6 RJ45 Buchsen, wobei die Gesamtbandbreit 3x1GBit beträgt. 2GB RAM und ein Dualcore Prozessor mit 1.6 GHz sorgen für ausreichend Belastbarkeit.

Bei Amazon derzeit für ca. 330 Euro erhältlich. Wer den Stand von Turris in Halle 13 besucht kann einen 15%igen Rabatt einhamstern. 😉

 

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Cebit Hardware

Snom PA1 – externe Klingel für SIP Telefonie

Vor gut zwei Jahren haben wir intensiv nach einer Lösung zum Anbinden einer externen analogen Klingel gesucht – leider ohne Erfolg, darum haben wir uns kurzerhand eine Lösung auf Basis eines Raspberry Pi gebaut.

Von Snom gibt es für diesen Zweck allerdings seit längerem ein passendes Gerät – das Snom GA1 – damit lässt sich das recht einfach realisierten. Allerdings kann die kleine Box deutlich mehr – ein angehängter Lautsprecher bietet zum Beispiel sich die Möglichkeit durchsagen zu machen.

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Günstige China Webcam mit Linux betreiben – Jienuo 720p

Vergangenen Oktober habe ich bei Aliexpress zugeschlagen und mir zwei Jienuo 720p IP Kameras zu ca. 40 Euro das Stück gekauft (Modell: JN-IP6208AR-A-WIFI). Aktuell liegt der Preis dank des Dollar Kurses bei ca. 64 Euro – aber auch das dürfte noch recht günstig sein.

Die Lieferung war wie immer kein großes Problem – ein wenig Geduld vorausgesetzt, mit Amazon Prime kann man den Versand aus China nicht wirklich vergleichen – zwei, drei Wochen sollte man sich schon gedulden!

china_kamera_jn-ip6208ar-a-wifiAuf den ersten Blick macht die Kamera einen guten Eindruck, im Lieferumfang ist das Netzteil, eine Treiber-CD, die WLAN-Antenne und ein RF-45 Patchkabel welches bei mir sicher nie zum Einsatz kommen wird (dünner und billiger geht es garantiert nicht mehr!).

In Sachen Betriebssystemunterstützung gab’s dann fast schon wie erwartet den großen Dämpfer, ohne Windows und ActiveX läuft mit der Kamera erst mal gar nichts! Linux Unterstützung Fehlanzeige – wie leider so oft.