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19.11.2020 15:33 CET – ESET update der Engine/Signaturen zerschießt den Scanner

Es gibt Tage die sind länger als geplant, heute ist mal wieder so einer!

Wer ist Schuld? In dem Fall ganz einfach, ein Update des Linux File-/Mail-/Gateway Security Virenscanners der Firma ESET.
DeJaVu? Ja genau vor vielen Jahren gab’s schon mal so etwas ähnliches, war damals schon ärgerlich – ist es heute ebenso. 🙂

Der Eset Prozess stirbt also dank des Signatur oder Engine Updates einfach weg, ein Wiederbeleben klappt leider nicht – die Fehlermeldung beim
esets_update --verbose

lautet irgendwie mit „cannot create temp file“.

Wie bekommt man das Ganze am schnellsten wieder zum laufen?

Erstmal die aktuelle Version 4.5.16 von der Webseite des Herstellers nach /tmp/ laden, anschließen wie folgt vorgehen:

/etc/opt/eset sichern
apt-get remove --purge esets
bash /tmp/esets.amt64.deb.bin
enter
q
y
rücksichern von /etc/opt/eset
systemctl restart esets
esets_update --verbose

den letzten schritt eventuell mehrfach ausführen bis keine fehlermeldung mehr kommt, im zweifel die ganze prozedur wiederholen!

Hier ein Auszug meiner Meldungen bis der Scanner wieder lief:

root@srv:/etc/opt# systemctl restart esets
root@srv:/etc/opt# esets_update --verbose
Error extracting file.
root@srv:/etc/opt# esets_update --verbose
Virus signature database has been updated successfully.
error[0c990000]: Cannot get information about Antivirus modules: No such file or directory
root@srv:/etc/opt# esets_update --verbose
Virus signature database has been updated successfully.
ESETS Update utility
+-+--------------------+------------------------+------------------------+
| | Module | Available version | Installed version |
+-+--------------------+------------------------+------------------------+
| | loader | 1076 (20200313) | 1076 (20200313) |
|| perseus | 1566.4 (20201006) | 1565.1 (20200907) | || engine | 22334 (20201117) | 22067 (20200929) |
|| archiver | 1310 (20201029) | 1308 (20200922) | || heuristic | 1203 (20201015) | 1202 (20200730) |
|*| cleaner | 1214 (20200921) | 1213 (20200804) |
| | horus | 7861 (20200907) | 7861 (20200907) |
+-+--------------------+------------------------+------------------------+
Speicherzugriffsfehler (Speicherabzug geschrieben)
root@srv:/etc/opt# esets_update --verbose
Update is not necessary - the installed virus signature database is current.
ESETS Update utility
+-+--------------------+------------------------+------------------------+
| | Module | Available version | Installed version |
+-+--------------------+------------------------+------------------------+
| | loader | 1076 (20200313) | 1076 (20200313) |
| | perseus | 1566.4 (20201006) | 1566.4 (20201006) |
| | engine | 22334 (20201117) | 22334 (20201117) |
| | archiver | 1310 (20201029) | 1310 (20201029) |
| | heuristic | 1203 (20201015) | 1203 (20201015) |
| | cleaner | 1214 (20200921) | 1214 (20200921) |
| | horus | 7861 (20200907) | 7861 (20200907) |
+-+--------------------+------------------------+------------------------+

Viel Erfolg beim wiederherstellen eures Virenscanners falls es euch auch erwischt hat, ich hoffe dieser Beitrag erreicht euch rechtzeitig so dass ihr euch etwas Zeit bei der Suche einsparen könnt!

Freue mich über positive Rückmeldungen! 😉

Update 20.11.2020 09:00 Uhr – Das sagt der Support von ESET dazu:

gestern um ca. 15:00 Uhr kam es aufgrund eines fehlerhaften Moduls zu zwei unterschiedlichen Problemen die allerdings nicht in Verbindung zueinander standen:

Segmentation faults
False positives with Detection Engine 22346 (erkennung von Mails als Trojan.VBS/Agent.ORM)

Das fehlerhafte Modul wurde gestern um 16:02 von den Update Servern entfernt und ESET arbeitet hat bereits einen Hoftix bereitgestellt. Dazu muss nur das neueste Modulupdate geladen werden:

  • stop the esets service : systemctl stop esets
  • delete content of modules directory in /var/opt/eset/esets/lib/
  • delete content of update cache directory in /var/opt/eset/esets/lib/data/updfiles/
  • run update manually : sudo /opt/eset/esets/sbin/esets_update --verbose

Deleted modules will be replaced for fresh.

Die Ursache wird aktuell von ESET untersucht, der genaue Auslöser ist leider noch nicht bekannt.

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Linux

Unifi Controller – Restore von einem anderen System bzw. Backup

Ein Backup zu haben tut gut, allerdings nur wenn man auch weiß wie man’s wieder einspielt! 🙂

Die Unifi Hilfe und auch das Forum bieten leider relativ wenig Informationen dazu wie man ein mit dem Controller erstelltes Backup (findet sich gewöhnlich unter /var/lib/unifi/backup bzw. /var/lib/unifi/backup/autobackup und hat die Endung .unf) wieder einspielt.

Nach einer frischen Installation der Controller Software kann man am Startbildschirm auswählen eine vorhandene Sicherung ein zu spielen, der upload vom lokalen PC hat bei mir aufgrund der Größe des Backups nicht funktioniert. Und es steht auch nicht immer das gesamte /var/lib/unifi Verzeichnis zur Verfügung – wer also nur die „unf“ Datei hat geht wie folgt vor:

Datei Backup Datei z.B. „autobackup_5.13.32_20200806_2200_1596319200003.unf“ manuell in das Verzeichnis /var/lib/unifi/backup/autobackup/ kopieren und eine passende „autobackup_meta.json“ Datei im selben Verzeichnis erstellen.

Diese hat folgenden Inhalt:

{„autobackup_5.13.32_20200806_2200_1596319200003.unf“:{„version“:“5.13.32″,“time“:1596319200003,“datetime“:“2020-08-01T22:00:00Z“,“format“:“bson“,“days“:90,“size“:6463895536}}

Anschließend erkennt der Unifi Controller das Backup und bietet es direkt für den Restore an!

Bei einer Datenmenge von 6,1 GB kann man sich dann auch auf einem flotten System schon mal eine längere Pause gönnen, besser mit Stunden rechnen…! 🙂

Damit kann man dann auch ein Backup eines Controllers der mit einer älteren Mongo-DB gelaufen ist, problemlos in ein aktuelles Ubuntu System mit Mongo-DB 3.6.9 einspielen.

Zur Installation des Unifi Controllers empfehle ich übrigens das Script von Glenn R.

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Linux Sicherheit

Ubuntu 20.04 übersiedelt iptables!

Wer in irgendwelchen Scripten iptables im Einsatz hat, der sollte beim Upgrade von Ubuntu auf die Version 20.04 achtgeben!

Früher fand man iptables unter /sbin/iptables – seit der Version 20.04 findet sich das Selbe im Verzeichnis /usr/sbin/!

Somit sollte man nach Abschluss des Upgrades nicht vergessen entsprechend den Pfad in den eigenen Scripten anzupassen.

Klingt jetzt nach einer echten Kleinigkeit, die Auswirkungen können allerdings fatal sein!!! 🙂

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Linux

Die Bash und IFS – Zeilenschaltungen als Feldtrenner

Heute habe ich mal wieder etwas gelernt, wie eigentlich jeden Tag! 🙂

Mit der Variable IFS kann man in der Bash den Feldtrenner angeben, da ich als Feldtrenner die Zeilenschaltung erkennen wollte habe ich ihn auf „\n“ gesetzt.

Das klappt so lange im String kein „n“ enthalten ist!


Sobald aber im String ein „n“ enthalten ist wird dieses auch als Trenner erkannt und entsprechend passt das Ergebnis dann nicht mehr:

Die Lösung des Problems ist folgende:

IFS=$’\n‘

Damit klappt es dann wie gewünscht:

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Linux Sicherheit

Nginx User Authentifizierung mit pam_script

Eigentlich wäre pam_script dazu gedacht nach erfolgreicher Anmeldung ein Script auszuführen welches irgendwelche Änderungen oder Anpassungen vornimmt. Zumindest lese ich das so aus der Man-Page… 🙂

Nachdem Nginx in Sachen Authentifizierung dem Apache doch an einigen Stellen hinterher hinkt, habe ich mich nach einer Lösung umgesehen um für eine Web-Applikation ein einfaches Anmeldesystem zu bauen welches in weiterer Folge dann auch die Möglichkeit bieten soll dass der User das Kennwort selbst verwaltet. Die Kennwörter sollen in einer MySQL Datenbank gespeichert werden bzw. nur deren Hashes.

Nach längerer erfolgloser Suche habe ich mir folgende Lösung selbst zusammen gezimmert, zuerst wird in der nginx-Config des betroffenen Webhost folgendes eingefügt:

location ^~ /test/ {
auth_pam „Please specify login and password“;
auth_pam_service_name „nginx-test“;
auth_pam_set_pam_env on;
}

Der „auth_pam_service_name“ muss mit dem Namen der Datei in /etc/pam.d/ überein stimmen – also nginx-test, dieses sieht wie folgt aus:

auth    required    pam_script.so expose_authtok dir=/usr/share/libpam-script/pam-script.d/test/
account required    pam_permit.so

Im entsprechenden Verzeichnis „/usr/share/libpam-script/pam-script.d/test/
“ findet sich dann das eigentliche Script welches sich um die Authentifizierung kümmert – pam_script_auth und dieses sieht wie folgt aus:

#!/bin/bash

SID=$(echo $PAM_SERVICE|awk -F ’nginx-‚ ‚{print $2}‘)
PASSWORD=$(cat)

MD5USER=$(echo „$PAM_USER“|md5sum|awk ‚{print $1}‘)
MD5PASS=$(echo „$PAM_AUTHTOK“|md5sum|awk ‚{print $1}‘)

AUTHOK=$(mysql -s -u root -pmysqlkennwort testdb01 -e „SELECT count(*) FROM test_users WHERE sid=\“$SID\“ AND md5uname=\“$MD5USER\“ AND md5p
asswd=\“$MD5PASS\““)

if [ „X$AUTHOK“ == „X1“ ]; then
       exit 0
else
       exit 1
fi

Vom Aufbau recht einfach gehalten, „SID“ ist quasi die Service ID – und diese hole ich mir vom „nginx-test“ indem ich „nginx-“ einfach wegschneide (dient der Erkennung von welchem Webhost die Anmeldung kam – es wird für jeden Webhost eine eigene verwendet!). User und Kennwort verarbeite ich als MD5SUM (man könnte hier auch sha256sum oder sha512sum verwenden), dadurch vermeide ich Probleme die es beim Select geben könnte!

Der Select wird dann auf eine Tabelle los gelassen deren Inhalt im einfachsten Fall einfach nur aus drei Feldern besteht – der „SID“, dem Benutzer-Namen als MD5 Hash und dem Kennwort als MD5 Hash. In den entsprechenden Feldern „sid“, „md5uname“ und „md5passwd“.

Wird ein User gefunden und somit 1 zurück gegeben, dann beendet sich das Script mit dem Rückgabewert „0“ welches ein Login zu lässt. In allen anderen Fällen gibt es ein „1“ zurück und somit ist der Login fehlgeschlagen.

Die Lösung habe ich in gut 30 Minuten zusammengezimmert und sie funktioniert soweit mal, mich würde jetzt interessieren ob ihr hier irgendwelche Sicherheitsbedenken habt!?

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Linux Sicherheit

Rsync Backup Script mit ZFS/EXT4 Unterstützung und Infomail für Remote und lokale Systeme

Seit Jahren nutze ich eine Rsync Lösung zum Sichern von Servern die in der Cloud liegen oder keinen direkten Zugriff auf meine Sicherungsserver haben. Bis vor kurzem habe ich damit generell alle Linux Systeme gesichert, bei jenen die direkten Zugriff auf ein NFS oder SMB Share haben bin ich inzwischen auf den Veeam Backup Agent Free umgesteigen. Der leistet hier gute Dienste.

Meine Cloud Server sichere ich allerdings mit einem Rsync Script auf meinen zentralen Backup Server, ich habe gerne alle meine wichtigen Daten bei mir in guten Händen und kümmere mich um mein 3-2-1 Backup lieber selbst als dass ich alles einem Hoster anvertraue! 🙂

Jetzt war es mal wieder an der Zeit etwas am Backup Script zu verändern und bei der Gelegenheit habe ich es gleich komplett umgeschrieben. Was mir bei anderen Lösungen die ich gefunden habe gefehlt hat ist das Auswerten der Rückgabewerte vom rsync Befehl und darauf basierend eine entsprechende Info über den Erfolg oder Misserfolg der Sicherung.

Ebenso hat kaum ein Script eine Unterstützung für Medien die mit ZFS formatiert wurden eingebaut, da ich die Kompression von ZFS nutzen wollte habe ich das für mein Script implementiert.

Die Lösung besteht im Grunde aus folgenden Dateien:

Die Datei backup.config beinhaltet die allgemeine Konfiguration, wer soll das Infomail erhalten, Absenderadresse, Backupmedium, Dateisystemtyp,…
Welche Systeme gesichert werden sollen, wohin die Sicherung geht, wie lange die Sicherung vorgehalten wird, welche Dateien nicht gesichert werden und über welchen Port die SSH Verbindung zum System aufgebaut wird – das steht in der Datei backup-source.config.
Das Template File rsync_mail_template.html dient als Vorlage für das Infomail und das eigentliche Backup Script ist die Datei backup-rsync-remote.sh.

Mein exclude-File schaut wie folgt aus:

/proc
/dev
/media
/lost+found
/mnt
/sys
/var/cache
/var/games
/srv/backup
/var/lib/lxcfs/

Die brauche ich zum Rücksichern nicht wirklich und machen beim Sichern mehr Probleme als ein Backup der Dateien lösen kann. /srv/backup ist der Pfad in dem ich mein Sicherungsmedium einhänge, darum schließe ich das ebenfalls aus.

Ich kopiere die vier Dateien immer nach /usr/local/sbin/ und mache mit „chmod +x backup-rsync-remote.sh“ das Backup Script ausführbar. Nach ein paar Anpassungen des Backup Scripts kann es dann schon losgehen.

Wer z.B. einen Cloud Server einfach nur in ein lokales Verzeichnis auf seinem Backup Server sichern möchte (also kein externes Medium im Spiel), der fügt folgende Zeile in backup-source.config ein:

cloudserver1.example.domain|/srv/backup.cloud|30|/usr/local/sbin/excludeliste-rsync|22

Es wird also mit dem fqdn (full qualified domain namen) des Servers gestartet, anschließend folgt das Verzeichnis in dem die Sicherung abgelegt wird, die 30 sind die Anzahl an Sicherungen die vorgehalten werden, dann noch ein exclude-File mit Verzeichnissen die nicht gesichert werden sollen und am Schluss der SSH Port unter dem der Server ohne Passwort Abfrage erreichbar ist. 

Die Sicherung eines Cloud Server kann jetzt bereits gestartet werden, sofern die backup.config mit passenden Werten versehen wurde bekommt man nach der ersten erfolgreichen Sicherung ein entsprechendes Mail angeliefert.

Soll die Sicherung auf ein externes Medium erfolgen muss man noch ein paar Vorarbeiten leisten:

Will man mit ZFS arbeiten reicht es aus eine externe Festplatte ans System zu stecken, den Device Namen zu ermitteln (z.B. /dev/sdd) und anschließen die Platte mit dem Befehl „backup-rsync-remote.sh –init-zfs“ zu initialisieren. Anschließen kann direkt darauf gesichert werden. Vorausgesetzt wird dass das Paket „zfsutils-linux“ installiert ist!

Bei ext4 weise ich via Udev Regel meinen Sicherungsplatten einen eindeutigen Device Namen zu, damit ich im Backup Script nur /dev/backup_disk als Verweis zum Sicherungsmedium eingeben muss.

Eine solche Regel sieht wie folgt aus und steckt in der Datei „/etc/udev/rules/10-local.rules“:

KERNEL==“sd?1″,SUBSYSTEM==“block“,DRIVER==““,ATTR{partition}==“1″,ATTR{start}==“2048″,ATTR{size}==“7814035086″,

SYMLINK=“backup_disk“

Die passenden Werte für meine Sicherungsplatten bekomme ich vom Befehl:

udevadm info -a -p $(udevadm info -q path -n /dev/sdf1)

Wobei /dev/sdf1 entsprechend durch den Devicenamen eurer Sicherungsplatte zu ersetzen ist – am einfachsten findet man der heraus indem man die Sicherungsplatte ansteckt und sich mit „dmesg|tail“ die letzten Kernel Meldungen anzeigen lässt. 

Hat man die Udev Regel entsprechend erstellt/angepasst muss man den udev Dienst neu starten und triggern, das passiert mit folgender Befehlsabfolge:

systemctl restart udev
udevadm trigger

Anschließend sollte /dev/backup_disk existieren. Jetzt muss man die Platte nur noch für die Sicherung initialisieren:

backup-rsync-remote.sh –init-ext4

Zugegeben etwas mehr Aufwand als mit ZFS! 🙂
Jede Sicherungsplatte muss einmal initialisiert werden und bekommt dabei eine eindeutige ID zugewiesen (steht in der Datei HDID auf der Platte).

Die einzelnen Sicherungen landen dann jeweils im Verzeichnis „daily.X“ beginnend mit 0 für die aktuelle Sicherung, der Rest dürfte fast selbsterklärend sein. Wer mit „du -sch pfad-zum-sicherungsverzeichnis/*“ die Größen der Verzeichnisse prüft, der sieht wie viel sich nach jeder Sicherung verändert hat. Gesichert wird mit hard-links – in jedem daily.X Verzeichnis stecken also alle Daten vom Zeitpunkt der Sicherung drinnen.

Ich hoffe dem einen oder anderen hilft die Anleitung und mein Script dabei seine Daten zu sichern, ich würde mich über Feedback freuen und falls noch Fragen auftauchen ergänze ich den Blog-Beitrag sehr gerne und helfe weiter.

Das Script wird auch immer wieder erweitert und verbessert, wer also auf dem Laufenden bleiben möchte meldet sich am besten rechts oben mit seiner E-Mail Adresse unter „EMAIL SUBSCRIPTION“ an.

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Sicherheit

Thunderbird Bug, verzögertes öffnen von PDF’s

Folgendes Szenario:

Gemischte Umgebung mit Windows 7 und Windows 10, Thunderbird in Version 60.6.1 oder 60.9.0, Acrobat Reader in Version 11.0.23. Beim Öffnen von PDF Anhängen gibt es auf manchen PC’s das Problem dass der Anhang erst nach über 10 Sekunden geöffnet wird. Speichert man ihn lokal ab und öffnet ihn von dort ist er sofort offen. Es wird auch sofort beim Klick auf den Anhang die PDF Datei auf der Platte erstellt, die Verzögerung von 10 Sekunden lässt sich nicht wirklich erklären. Sämtliche Reparaturversuche und Programm Neuinstallationen bringen nichts.

Nach längerer Suche habe ich mich mit dem ProzessManager von Sysinternals auf die Suche gemacht und auf einem PC bei dem es problemlos lief einen Trace der Prozesse mit „thunder“ sowie jener mit „acrord“ im Namen gemacht.

Im Trace ist mir dann aufgefallen dass jene Systeme bei denen es nicht funktioniert eine Verbindung wie folgt aufbauen:

08:13:33,3827524″,“thunderbird.exe“,“2692″,“TCP Reconnect“,“X1234.dummy.domain:53950 -> prg03s02-in-f110.1e100.net:https“,“SUCCESS“,“Length: 0, seqnum: 0, connid: 0″

Und jene bei denen es Problemlos funktioniert haben hier eine ganze Abfolge TCPSend, TCPReceive stehen statt der Reconnect Meldungen.

Die Host Adresse 1e100.net hat mich dann auf die richtige Fährte gebracht! Diese gehört zu Google (1 hoch 100 = gogol, davon abgeleitet google…). Etwas Recherche im Internet bringt also die SafeBrowsing Funktion von Firefox/Thunderbird zum Vorschein, die greift auf diese Adressen zu und schickt einen SHA256 Hash zur Prüfung ob der jeweilige Anhang koscher ist oder nicht.

Mal davon abgesehen dass es wenn’s um die Privatsphäre geht nicht unbedingt vertrauenerweckend ist, wenn ein Konzern wie Google alle meine jemals geöffneten Datei-Hashes und URL’s bekommen hat, bringt diese Funktion in diesem Fall eine Satte Verzögerung von 10 Sekunden.

Warum tritt das aber jetzt auf manchen PC’s auf und auf anderen nicht?

In meinem Fall steht zwischen dem PC und dem Internet noch eine Firewall und ein Proxy Server, ersterer ist unbeteiligt – aber der Proxy Server verzeichnet keinerlei Zugriffe auf die 1e100.net Domain!

Sollte er eigentlich weil alle Systeme so konfiguriert sind dass sie eine automatische Proxy Konfiguration nutzen.

Die SafeBrowsing Funktion im Thunderbird hat offenbar einen kleinen Bug, sie nutzt nicht die eingestellte Proxy Funktion! Alle Zugriffe erfolgen direkt auf das Zielsystem von Google auf Port 443 also SSL Verschlüsselt, der Proxy Server ist außen vor. Das erklärt dann auch warum er keine Einträge im Protokoll hat.

Die Lösung ist das SafeBrowsing für Downloads ab zu schalten, das erfolgt mittels folgendem Config Werts in der erweiterten Thunderbird Konfiguration:

browser.safebrowsing.downloads.enabled = false

Und schon gehen auf allen PC’s die PDF Anhänge wieder innerhalb einer Sekunde auf! 🙂

Fragt nicht wie viel Zeit mich die Suche gekostet hat…

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Linux

Ubuntu 18.04 interface rename Problem nach Update von systemd/udev auf Version 237-3ubuntu10.26

Heute Morgen wie gewöhnlich die letzten Sicherheitsupdates von Ubuntu 18.04 installiert und einen System-Neustart eingeleitet. Was bei vielen meiner betreuten Systeme gestern ohne irgendwelche Wehwehchen über die Bühne gegangen ist, machte bei einem Firewall-System sofort Schwierigkeiten.

Keinerlei Netzwerkverbindungen waren mehr möglich, nach ein wenig Suche im System stelle sich heraus dass die interfaces nicht mehr korrekt zugeordnet waren!

Bis heute Morgen lief auf dem System systemd und udev mit folgender Versions Nummer:
237-3ubuntu10.25
Nach dem Update waren diese und ein paar weitere Pakete auf die Version
237-3ubuntu10.26
angehoben worden.

Der Fehler äußert sich im Logfile durch folgenden Meldung:

fehlerhaftes System (/var/log/syslog):
systemd-udevd[423]: Error changing net interface name ‚eth1‘ to ‚eth0‘: File exists

und hier der Log vom funktionierenden System (/var/log/syslog):
Sep 4 13:10:09 brutus kernel: [ 4.518507] igb 0000:04:00.0 rename2: renamed from eth0
Sep 4 13:10:09 brutus kernel: [ 4.565081] igb 0000:07:00.0 eth0: renamed from eth1

Ganz eindeutig fehlt hier der Rename des Interfaces eth0 bevor eth1 zu eth0 umbenannt wird, daher gibt es einen Konflikt der nicht aufgelöst werden kann und die Zuordnung der vier Netzwerkschnittstellen wird dann nicht korrekt durchgeführt.

Einen entsprechenden Bug-Report habe ich bei Canonical bereits auf gemacht:
https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/systemd/+bug/1842651
Ihr dürft ihn gerne upvoten damit der Fehler schneller behoben wird! 🙂

In der Zwischenzeit habe ich mir durch Installation der älteren Pakete geholfen, folgende musste ich manuell herunterladen und installieren:

libacl1_2.2.52-3_amd64.deb
libsystemd0_237-3ubuntu10.25_amd64.deb
libudev1_237-3ubuntu10.25_amd64.deb
systemd_237-3ubuntu10.25_amd64.deb
systemd-sysv_237-3ubuntu10.25_amd64.deb
udev_237-3ubuntu10.25_amd64.deb

Die Installation erfolgt nach dem Download durch folgenden Befehl:

dpkg -i libacl1_2.2.52-3_amd64.deb libsystemd0_237-3ubuntu10.25_amd64.deb libudev1_237-3ubuntu10.25_amd64.deb systemd_237-3ubuntu10.25_amd64.deb systemd-sysv_237-3ubuntu10.25_amd64.deb udev_237-3ubuntu10.25_amd64.deb

Bei i386’er Systemen bitte entsprechend das amd64 durch i386 austauschen!

Anschließend lief nach einem Neustart mein System wieder korrekt, von weiteren Updates sehe ich erstmal bis zur Behebung des Bugs ab.

05.09.2019 Inzwischen wird an einem Bugfix gearbeitet, ich hoffe er funktioniert und wird bald ausgerollt!

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Allgemein

Veeam – Failed to get stat on Errno: 2. Unable to get device for path:

Nachdem entfernen eines Laufwerks kann Veeam die Sicherung eines Linux Systems nicht mehr durchführen und „failed“ mit der Fehlermeldung:

14:45:40 [error] Can’t get info for file [/srv/syslog.backup]
14:45:40 [error] Failed to retrieve mount point for [/srv/syslog.backup]

Soweit auch klar, das Verzeichnis gibt es nicht mehr! Allerdings scheitere ich auch daran die zu sichernden Dateien via Veeam Client entsprechend anzupassen.

Die Lösung ist wie immer pragmatisch, einfach mit sqlite3 CLI die Veeam Datenbank öffnen und entsprechend das Verzeichnis in der Datenbank suchen und entfernen.

sqlite3 /var/lib/veeam/veeam_db.sqlite

sqlite> select * from JobFilters;

{d6a30132-26d4-41ee-aa1c-dd7242d82e24}|{7487c858-4c06-421f-b284-aa90a1ce3608}|1|5|/var|
{df8a1212-ce58-4e28-a866-c5ccaa23ec6c}|{7487c858-4c06-421f-b284-aa90a1ce3608}|2|5|/srv/syslog.backup|

delete from JobFilters where id=“{df8a1212-ce58-4e28-a866-c5ccaa23ec6c}“;

Und schon funktioniert das Backup wieder wie gewohnt. Da ich auf den Support Seiten von Veeam keine passende Lösung gefunden habe wird’s hier veröffentlicht. Ein entsprechendes Ticket dazu wurde eröffnet.

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Hardware

EDAM 9050 Modul – „Unable to update Network settings!“

Ein seit vielen Jahren mit ADAM 6051 Modulen laufendes MDE/BDE Projekt für das ich extra eine in C/C+ programmierte Sofware geschrieben habe bekommt immer mehr Probleme mit der Hardware – eben den genannten ADAM 6051 Modulen.

In der CT Zeitschrift bin ich über eine Anzeige der Firma Acceed auf das EDAM 9050 Modul gestoßen, welches PIN Kompatibel und auch von der Software fast identisch aufgebaut ist. An manchen stellen kommt uns das EDAM 9050 sogar entgegen – die Kommunikation war in kurzer Zeit komplett auf PHP umgestellt und funktioniert sehr gut.

Dass das EDAM 9050 Modul bei Stromverlust auch den letzten Stand der Zähler verliert und eben diese erst gestartet werden müssen bevor sie zu zählen beginnen, ist zwar nicht ideal konnte aber per Software Design Änderung leicht gelöst werden.

Ein Fehler der sowohl mich als auch den Support ein wenig beschäftigt hat war folgender, das EDAM 9050 Modul konnte von mir zwar via E9KUtility kontaktiert und z.B. die einzelnen IO’s eingestellt werden. Die Netzwerkeinstellungen konnten allerdings nicht verändert werden!

Default IP Adresse des EDAM Moduls ist 10.0.0.1 – ein simples Ändern der IP Adresse auf 10.0.0.3 scheiterte bereits mit der Fehlermeldung „Unable to update Network settings!“.

Support und Hersteller etwas ratlos, ich auch – also erst mal alles was irgendwie in Frage kommt austauschen und testen.

  • Netzwerkkabel getauscht (von Crossover zu geswitcht)
  • Netzwerkkarte getauscht
  • PC getauscht
  • Betriebssystem getauscht (W7 zu W10)
  • Firewall deaktiviert
  • Virenscanner deinstalliert

Mit null Erfolg, der Fehler trat permanent auf…

Die Ursache und somit auch Lösung des Problems war dass der PC zwei Netzwerkkarten verbaut hat, sobald eine zweite Netzwerkkarte aktiv ist kommt die Software durcheinander und kann das EDAM Modul nicht mehr korrekt programmieren!

Nachdem ich die für diesen Zweck nicht benötigte Netzwerkkarte deaktiviert habe, konnte ich ohne Probleme die Netzwerkeinstellungen vom EDAM 9050 Modul verändern!

Jetzt bin ich gespannt wie der Hersteller darauf reagiert und ob es ein neues Software Release geben wird das auch mit mehreren Netzwerkkarten umgehen kann… 🙂