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Windows 7 Druckerverbindung nicht möglich Fehler 0x00000bc4

Ein PC der über Jahre ohne Probleme mit einem Drucker verbunden ist kann plötzlich nicht mehr drucken, das Löschen und Wiederherstellen der Verbindung über den UNC Pfad \\prod1\pdf schlägt fehl. Eine Verbindung via IP Adresse \\192.168.1.1\PDF ist allerdings noch möglich!

Im Eventlog von Windows findet sich mal wieder überhaupt nichts, auch sonst kein wirklicher Hinweis woher das Problem stammen könnte.

Nachdem ich alle Verweise auf den Drucker in der Registry gelöscht und den PC neu gestartet habe bekomme ich folgenden Fehler zu sehen: 0x00000bc4

Unglaublich aussagekräftig, hier lobe ich mir die Linux Welt – gewöhnlich vernünftige Fehlermeldungen in den Logs und falls das nicht reicht dreht man das Debugging einfach hoch und lässt sich mit Meldungen überfluten. Mit ein wenig Hirnschmalz kommt man dann meist schnell an’s Ziel.

Nicht so bei meinem „Lieblingsbetriebssystem“ – hier muss man sich via trial and error stundenlang quälen und wertvolle Lebenszeit vergeuden.

So geschehen am gestrigen Tag und heute Morgen, immerhin habe ich eine Lösung für das Problem gefunden und möchte es hier für künftige Einsätze und andere Gequälte festhalten:

Diesen Registry Key löschen:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Print\Providers

Und anschließend einmal neu starten, anschließen lässt sich die Druckerverbindung wieder herstellen.

Eine andere vorgeschlagene Lösung hat bei mir nicht funktioniert:

ipconfig /flushdns

Für den Fall der Fälle schadet es aber nicht den mal auszuführen. Die Namensauflösung lief bei mir aber immer sauber durch, ein Ping auf prod1 war immer problemlos möglich und wurde zur korrekten IP aufgelöst.

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Windows 2016 im virsh/qemu virtuell unter Ubuntu 18.04 installieren/betreiben

Dies ist mal wieder so ein Blog Beitrag der in erster Linie mir selbst dient – damit ich beim nächsten Mal etwas weniger Zeit in das Zusammensuchen der einzelnen Teile benötige, side effect könnte sein dass sich der eine oder andere darüber freut dass ich mir hier die Arbeit gemacht habe! 😉

Für die eigentliche Installation benötigt mein Ubuntu folgende Pakete:

apt-get install virtinst libvirt-daemon libvirt-clients libvirt-bin qemu qemu-kvm qemu-user qemu-utils osinfo-db osinfo-db-tools libosinfo-bin bridge-utils

Und natürlich alle abhängigen Pakete die beim Aufruf des Befehls als Dreingabe noch dazu kommen…

Jetzt besorgt man sich noch die passende Windows DVD und das ISO mit den Virt-IO-Treibern – auf der Fedora Projektseite bekommt man folgendes Image zum Download virtio-win.iso

Meine ISOS habe ich im Verzeichnis /srv/samba/isos/ abgelegt und meine künftige virtuelle Maschine soll unter /srv/kvm/ liegen.

Der folgende Befehl startet die Erstellung der virtuellen Maschine, die Variablen $NAME, $MEMORY und $CPUS habe ich wie folgt belegt:

export NAME=win2016srv
export CPUS=6
export MEMORY=16348
virt-install –name $NAME –memory $MEMORY –vcpus $CPUS –cpu host –video cirrus –features hyperv_relaxed=on,hyperv_spinlocks=on,hyperv_vapic=on –clock hypervclock_present=yes –disk /srv/kvm/$NAME.qcow2,bus=virtio,size=200 –disk /srv/samba/isos/w2016.iso,device=cdrom,bus=ide –disk /srv/samba/isos/virtio-win-0.1.141.iso,device=cdrom,bus=ide –graphics vnc,listen=0.0.0.0 –noautoconsole –os-type=windows –os-variant=win2k12r2 –network bridge=br0,model=virtio

Anschließend ist die Virtuelle Maschine via VNC über die IP Adresse des Servers auf dem der Befehl ausgeführt wurde erreichbar.

Kleine Anmerkung am Rand, die Config des Interface br0 sieht wie folgt aus (/etc/network/interfaces):

auto eth0

auto br0
iface br0 inet static
bridge_ports eth0
address 192.168.1.123
netmask 255.255.255.0
gateway 192.168.1.1

 

Und schon zeigt sich im VNC die Windows Installation – bei der Auswahl der Festplatte muss man den passenden Treiber von der eingehängten CD auswählen, anschließend ist diese nutzbar.

Damit die virtuelle Maschine künftig automatisch startet fehlt noch dieser Aufruf:

virsh autostart win2016srv